Gedanken für die Woche 4: Orientierungs-Fasten
Also vorweg, den Begriff gibt es so nicht. Aber er hebt eine Wirkung des Fastens hervor, die für die persönliche Entwicklung wichtig ist.
Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal länger gefastet haben. Etwas, was dabei geschieht, ist ja, dass man den Magen-Darm-Trakt mehr oder minder still legt. Was das bedeutet, kann man sich mit dem Gegenteil verdeutlichen. Sie haben eine schwere, fettige Mahlzeit hinter sich. Da möchte man nicht aufbrechen zu neuen Horizonten, sondern erst mal ruhen. Alles Blut strömt zum Magen und zum Darm und das Hirn wird müde und matt. Wenn man das Gegenteil tut, also nichts isst, vielleicht sogar mit dem angemessenen Ritual des Anfangens, also zwei Tage kein Fleisch mit viel Gemüse und wenig Obst sowie einer angemessenen Darmentleerung, stellt man nach der Umschaltung auf Fettverbrennung, die sich durch einen Kopfschmerz meist am zweiten Tag ankündigt, etwas eigenartiges fest. Zuerst verschwindet auch das Hungergefühl. Danach aber entwickelt sich eine Leichte im Magen-Darm-Bereich. Ablenkungen, wie Magenknurren oder ähnliches, tauchen nicht mehr auf und man kann sich auf geistige Prozesse viel besser konzentrieren. Warum eigentlich?

