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In der alten Kirche, eigentlich bis ins frühe Mittelalter, wurden nur Feste gefeiert, die sich auf bestimmte Ereignisse im Leben Jesu bezogen. So sagt noch Thomas von Aquin sinngemäß: Wenn Du heilig werden willst, feiere das Kirchenjahr mit; denn es ist keine Zeiteinteilung, sondern die Beziehung zu einer Person, Jesus Christus. Geburt, Leiden, Sterben, Auferstehen und die Sendung des Heiligen Geistes, all das ist verknüpft mit der Person Jesu Christi und bestimmten Ereignissen im Leben Israels und damit auch in Jesu Leben. Aber es gibt bestimmte Glaubenslehren, für die es keinen historischen Anlass gibt, die aber so zentral sind, dass man ein Fehlen im Jahreskreis als Manko erlebte. Der Wunsch nach diesen „Ideenfesten“ wurde stärker: Dreifaltigkeit, Fronleichnam, Herz-Jesu.
Das im Jahreskreis zeitlich erste ist das Fest der Dreifaltigkeit oder Dreieinigkeit Gottes, je nachdem, welchen Aspekt Gottes man mehr betonen möchte. Dass der eine Gott dreifaltig ist, Vater, Sohn und Geist, wissen wir aus Seiner Offenbarung. Wenn man erst einmal verstanden hat, was das meint, sieht man es auch in der ganzen Schöpfung, denn Gott hat alles in dieser Weise geschaffen. Aber wie bei vielem gibt es heute einige Verständnisschwierigkeiten mit den Worten, die sich über die Jahrhunderte in ihrer Bedeutung gewandelt haben.






