Am Aschermittwoch ist alles vorbei... Sie kennen vielleicht dieses Lied, das vor allem im Rheinland zur Mitternacht vom Dienstag zum Aschermittwoch auf den Sitzungen gesungen wird. Danach ist alles vorbei, was mit Karneval, Fasching etc. zusammenhängt. Viele werden froh sein, dass es nun endlich vorbei ist und man wieder etwas „Entgiftendes für den Körper“ tun kann.
Die Ziele biblischen Fastens
Heute im Westen ist das „Fasten“ ja oft eine Life-Style-Entscheidung vor dem Hintergrund von Selbstoptimierung bzw. „innerer Reinigung“.
Das war zu biblischer Zeit nicht so. Das Leben war immer bedroht von regionalen oder globalen Katastrophen, die zu Ernteausfällen und damit zu Hungerperioden führten. „Fasten“ war da etwas, womit man Hingabe an ein Ziel verband und Stärke des Willens, da dran zu bleiben. Es gibt in der Bibel Beispiele, wo selbst ein spontanes eintägiges (Trauer)Fasten erwähnt wurde; zum Beispiel anlässlich des Todes Sauls, Jonathans und Israels in der Schlacht gegen die Philister (2 Sam 1,11-12). Generell aber kann man sagen, dass Fasten in der Bibel vor allem dazu dienen sollte, etwas in und um die Gemeinschaft herum sozial zu verbessern. Das wird auch immer wieder von den Propheten eingefordert. Bei heutigem Fasten muss der Verzicht auf Speise nicht immer im Zentrum stehen. Vergleiche die evangelische Initiative „7 Wochen ohne“. Es sollte aber auch heute immer der Blick auf die Erbauung der Gemeinschaft mitgemeint werden.
Es gibt noch viele andere Ziele und Arten des Fastens in der Bibel, die ich in den nächsten Wochen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – hier darstellen möchte.
Bild von Raquel Candia auf Pixabay
Aktion in der Fastenzeit – falls Sie noch etwas Praktisches suchen:






