oder: Der Mann, dessen Zweiter Weltkrieg 30 Jahre dauerte
Hiroo Onoda erhielt 1944 mit drei Kameraden den Befehl, eine Stellung auf den Philippinen zu halten, als die Amerikaner dort landeten. Er war damals 22 Jahre alt und nahm diesen Auftrag sehr ernst, wie alle seine Mitstreiter. Die Flugblätter der US-Amerikaner, die am 15. August 1945 das Ende des Krieges verkündeten, hielten er und seine Kameraden für feindliche Propaganda. Sie lebten weiter, überfielen ab und an philippinische Militärposten. Als sich 1949 ein Kamerad ergab, wurden die Behörden auf die skurrile Situation aufmerksam. Alle Kontaktaufnahmen scheiterten. Bei Überfällen auf philippinische Militärposten starben die anderen Kameraden Onodas. Hiroo Onoda blieb 30 Jahre allein im Krieg, im Jungle. In den 70ern wurde man auch in Japan auf ihn aufmerksam. Er akzeptierte den Befehl seines damaligen Vorgesetzten und ergab sich in Uniform und lieferte sich am 9. März 1974 mit Schwert, Gewehr, einigen Handgranaten und 500 Schuss Munition den Siegern aus. Weil er seinem Vorgesetzten glaubte, kam schließlich auch er äußerlich vom Krieg in den Frieden nach 30 Jahren Krieg.






