Freitag, 29. Mai 2026

Die Heilige Dreifaltigkeit – Ideenfeste

oder 1+1+1=1?   : )

In der alten Kirche, eigentlich bis ins frühe Mittelalter, wurden nur Feste gefeiert, die sich auf bestimmte Ereignisse im Leben Jesu bezogen. So sagt noch Thomas von Aquin sinngemäß: Wenn Du heilig werden willst, feiere das Kirchenjahr mit; denn es ist keine Zeiteinteilung, sondern die Beziehung zu einer Person, Jesus Christus. Geburt, Leiden, Sterben, Auferstehen und die Sendung des Heiligen Geistes, all das ist verknüpft mit der Person Jesu Christi und bestimmten Ereignissen im Leben Israels und damit auch in Jesu Leben. Aber es gibt bestimmte Glaubenslehren, für die es keinen historischen Anlass gibt, die aber so zentral sind, dass man ein Fehlen im Jahreskreis als Manko erlebte. Der Wunsch nach diesen „Ideenfesten“ wurde stärker: Dreifaltigkeit, Fronleichnam, Herz-Jesu.

Das im Jahreskreis zeitlich erste ist das Fest der Dreifaltigkeit oder Dreieinigkeit Gottes, je nachdem, welchen Aspekt Gottes man mehr betonen möchte. Dass der eine Gott dreifaltig ist, Vater, Sohn und Geist, wissen wir aus Seiner Offenbarung. Wenn man erst einmal verstanden hat, was das meint, sieht man es auch in der ganzen Schöpfung, denn Gott hat alles in dieser Weise geschaffen. Aber wie bei vielem gibt es heute einige Verständnisschwierigkeiten mit den Worten, die sich über die Jahrhunderte in ihrer Bedeutung gewandelt haben.

Dienstag, 12. Mai 2026

Ostern – Himmelfahrt – Pfingsten

Ohne den Heiligen Geist wäre Kirche als „nur eine Institution“ schon verschwunden

Eigentlich ist es doch ganz leicht zu merken: Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu, zu Himmelfahrt das Ende der speziellen Art und Weise, wie Er nach Seiner Auferstehung mit Seinen Jüngern unterwegs war. Und Pfingsten? Ja, da kommt der Heilige Geist und wir feiern den Geburtstag der Kirche. Aber was hat das mit uns zu tun? Knapp 2000 Jahre später? Warum ist der Heilige Geist für die Kirche von so großer Bedeutung?

Schauen wir einmal zurück. Zur Zeit, als Jesus auf Erden wandelte, gab es in Israel viele Sekten, Strömungen und Gruppen, die sich untereinander oft nicht grün waren. Selbst das, was man für die Bibel hielt, war nicht klar. Alle waren sich einig, dass die fünf Bücher Mose dazu gehören. Das war es aber auch schon in Bezug auf die Gemeinsamkeiten zum Beispiel für die Sadduzäer, die Jerusalem und den Tempel beherrschten. Weder die Propheten, noch die Weisheitsliteratur (die Schriften) gehörte dazu. Darunter waren die Gebote zur Abgrenzung gegen die „Heidenvölker“ ganz wichtig, hier vor allem die Speisegebote. Unter den Makkabäern (ca 180 v. Chr.), als auch die Gruppe die Pharisäer entstanden, sind Juden dafür gestorben, sich nicht „unrein“ (unfähig am Tempelkult teilzunehmen) machen zu müssen.