Loyalität, Gehorsam, der Wille Gottes und das persönliche Gewissen
Finden wir es nicht alle gut, wenn wir uns aufeinander 100%ig verlassen können? Für viele ist die Familie so ein Ort. Zu wissen, da ist jemand da für mich, und das nicht nur, wenn der andere etwas von mir will. Nun sind Großfamilien nicht nur und nicht immer Orte des gepflegten Rückzugs und der sicheren Heimat. Gerade, wenn man aus manchen alten Familien kommt, weiß man, dass es da auch Dinge gibt, die man nicht sagt oder tut - oder die im Keller ruhn.
Und was passiert erst, wenn die Familie nach innen und außen Böses tut? Gibt es da Grenzen von Loyalität und Gehorsam? Wir kennen die alten Mafia-Familien, die neue Clan-Kriminalität... Da wird Loyalität und Gehorsam oft noch mit Gewaltandrohung „unterstützt“. Aber es muss ja nicht immer etwas Böses sein, was die Familie will. Ich kann mich entsinnen an einen Jugendlichen, dessen Vater Chefarzt war und die Mutter Stationsleitung und er sollte nach dem Willen der Eltern auch Arzt werden. Von den Leistungen her überhaupt kein Problem. Aber der Junge wollte nicht. Er wollte Tischler werden... knifflige Situation.
