Gedanken für die Woche 6: Trauer-Fasten
Wie schon im Einleitungsartikel erwähnt, gibt es auch das Trauer-Fasten. Traditionell ist das in der Bibel eine kurze Zeit: zum Beispiel anlässlich des Todes Sauls, Jonathans und Israels in der Schlacht gegen die Philister (2 Sam 1,11-12). Das Trauer-Fasten stammt ursprünglich daher, dass einem bei ganz schlechten Nachrichten das Essen sowieso vergeht. Aber es muss ja nicht dabei stehen bleiben, es kann der Beginn eines Reifungsprozesses sein.
Ich, wenn ich mich bei Jesus wieder über mein schweres Los beklage.
Jeder von uns wird wahrscheinlich in seinem Leben schon einen Verlust zu tragen gehabt haben, der einem bis jetzt nachgeht; vielleicht war es der Tod eines Elternteils in einem frühen Alter oder der einer Schwester durch einen Autounfall. Vielleicht war es aber auch nur der Tod einer Beziehung, von der wir dachten, dass sie ewig hält; und nun stehen wir da mit den Bruchstücken unserer einstigen großen Liebe, unserer heilen Welt und – es schmerzt immer noch, obwohl schon so viele Jahre vergangen sind! Oder wurden Sie gemobbt, haben Gewalt erfahren oder sind überhaupt nie richtig wahrgenommen worden? Sie werden da vielleicht selber das eine oder andere einfügen können. Der Möglichkeiten für alten Schmerz sind viele.






